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Die ersten 6,5 Seiten (:

Ich habe vor ca. 2 Jahren ein Buch angefangen und möchte daher mal hier einen Teil posten, hoffe es gefällt (:

Es sah schön aus. Der Schnee färbte sich langsam rot. Es sah wirklich schön aus,es sah aus wie Kirscheis. Langsam wurde mir warm, bis ich dann gar nichts mehr fühlte kein Schmerz und auch kein Hass. Das erste mal seit langer Zeit fühlte ich dies nicht mehr. Es fühlte sich gut an so befreit zu sein. Ich starrte auf meine Arme das Blut strömte gerade zu heraus, alles um mich herum wurde rot. ,, Gleich bin ich bei dir Mama, gleich habe ich es geschafft!“, flüsterte ich vor mich hin. Mir wurde schwindelig und ich fiel in den Schnee, der erstaunlicherweise warm war. Ich machte die Augen zu und dachte an meine Mutter. Als ich es im Schnee knirschen hörte, zwang ich mich dazu die Augen wieder zu öffnen. Ich sah ein wunderschönes Gesicht es war ein Mann vielleicht war er der Engel, der mich abholen sollte, ein wunderschöner junger Mann. Ich hätte ihn liebend gern weiter an geguckt, doch ich war zu schwach um meine Augen aufzuhalten. Also schloss ich sie wieder und verlor mein Bewusstsein. Ich wachte von einem Gemurmel neben mir auf. Doch ich war immer noch zu schwach um die Augen zu öffnen. So hatte ich mir den Tod aber nicht vorgestellt.
Als ich ein merkwürdiges Piepen neben mir wahrnahm, wurde mir klar das ich gar nicht Tod war sondern im Krankenhaus lag. Nun hörte ich genauer auf das Gemurmel, eine Frau fragte gerade eine menge Sachen. „Kennen Sie sie? Wissen sie wie lange sie schon dort lag? War sie noch bei Bewusstsein, als Sie sie gefunden haben? Hat sie noch mit ihnen geredet?“, sie redete schnell und gelangweilt, es hörte sich so an als ob sie diese Fragen jeden Tag stellen müsste.
„Nein ich kenne das Mädchen nicht und nein ich weiß auch nicht wie lange sie schon da lag. Sie war noch kurz bei Bewusstsein, als ich kam, sie hatte nochmal kurz die Augen offen, aber als ich versucht habe mit ihr zu reden, hat sie mich schon nicht mehr gehört. Ich habe ihr meinen Schal um die Arme gebunden und bin sofort mit ihr hier hin gefahren.“ Die Stimme war so überwältigend samt und schön. Es war wie eine Schallwelle, die mir Kraft gab die Augen zu öffnen. Ich sah das wunderschöne Gesicht, das ich gesehen hatte, bevor ich mein Bewusstsein verlor. Doch dieses mal lächelte es mich an, anstatt mit weit auf gerissenen und erschrockenen Augen mich an zu starren. „Sie ist aufgewacht“, sagte die schöne Stimme mit dem schönem Gesicht. Eine zierliche Frau drehte sich um und lächelte mich ebenfalls an, aber dieses Lächeln war ein gezwungenes. Man erkannte sofort, dass sie genervt war.
Dann begann sie mich aus zu fragen: „Kannst du mich hören?“
Ich nickte nur.
„Wie alt bist du?“
„17“, antwortete ich knapp.
„Kannst du mir deine Telefonnummer geben, wir müssen deine Eltern benachrichtigen.“
Ich schüttelte so heftig mit dem mit dem Kopf, dass mir schwindelig wurde.
„Warum?“, fragte sie ruhig.
„Es ist keiner zu Hause“, das war gelogen, ich hoffte man sah es mir nicht an.
„Wann kommen deine Eltern nach Hause?“
„Ehm, erst in einer Woche glaube ich“, log ich weiter, ,, sie sind bei meiner Oma, sie ist sehr krank, aber weil ich zur Schule muss, bin ich nicht mit.“
„Okay, eine Woche können wir dich hier nicht festhalten hast du die Telefonnummer von deiner Oma?“
„Nein, sie liegt im Krankenhaus und um ihre nächste Frage auch zu beantworten meine Eltern besitzen auch kein Handy“,das war keine Lüge, meine Oma liegt wirklich im Krankenhaus und ihre Nummer habe ich auch nicht und mein Vater braucht kein Handy, da er entweder in der alten, vermoderten Bar von gegenüber trank oder zu Hause in seinem grauen Sessel vor dem Fernseher saß und Freunde hatte er sowieso nicht.
„Okay, dann sag mir mal deinen Namen.“
„Virginia Jackson“, sagte ich und hoffte sie würden nicht im Telefonbuch nach schauen und versuchen bei mir anzurufen.
„Virginia, wir haben viele blaue Flecken an deinem Körper feststellen müssen. Weißt du woher du die hast?“
„ Achso, ja ich bin vor kurzem diese große Treppe im Park runter gefallen weil alles zugefroren war“, ich hoffte das nahm sie mir ab.
„Danke, das waren dann vorerst alle Fragen, die ich stellen muss, ich werde dir gleich Frau Norten vorbei schicken, sie ist eine Therapeutin, schließlich liegst du ja nicht umsonst im Krankenhaus.“
Ich nickte und sie ging in einem schnellem Gang weg.
Nun schaute ich mir den wunderschönen Jungen genauer an. Er hatte harte Gesichtszüge und wahrscheinlich machte ihn das so hübsch. Außerdem hatte er hohe Wagenknochen, grüne Augen und schwarze Haare, die ihm leicht ins Gesicht fielen. Seine Lippen waren unglaublich rot, man könnte meinen er hätte Lippenstift darauf. Er hatte eine richtig sportliche Figur und war ca. 1,90 groß. Also knapp 20 cm. größer als ich. Ich würde ihn so auf 19 schätzen.
Er lächelte immer noch, aber fragte mich dann: „Und wie geht es dir Virginia?“
„Woher weißt du meinen Namen?“,fragte ich erschrockenen.
Er fing an zu lachen.,,Du hast es eben der Ärztin erzählt und ich war dabei, hast du das etwa vergessen?“, er hatte immer noch ein breites Grinsen auf dem Gesicht.
„Oh, stimmt“, nuschelte ich in mich hinein, ich wurde puterrot und sagte noch. „Mir geht es gut, danke.“
„Ich bin übrigens Taylor, ich habe dich gerettet“, erklärte er.
„Ja, ich weiß, ehm danke?!“,das sagte ich nur aus Höflichkeit, ich schätzte, ein: Das wäre nicht nötig gewesen oder ein: Hättest du dir auch sparen können, hatte sowieso nicht vor weiter zu leben, wäre angepasster. Aber da ich dazu erzogen wurde keine frechen antworten zu geben, habe ich das natürlich nicht gesagt.
Taylor kam auf mich zu nahm meine Hand und drehte meinen Arm, sodass der Unterarm, mit meinem dicken Verband, nach oben zeigte und sagte: „Wenn man so was macht, will man sich doch bestimmt nicht dafür bedanken, dass man gerettet wurden ist, obwohl man sterben wollte, oder? Ich meine nur wenn ich sterben wollte, würde ich die Person hassen die mich gerettet hätte. Jedenfalls würde ich mich nicht bedanken.“
Ich schwieg und er ließ endlich meine Hand los. Nach einer Weile fragte ich panisch: „Wie lange hatte ich das Bewusstsein verloren? Wie viel Uhr ist es?“, nachdem ich das ausgesprochen hatte wurde ich noch panischer.
„So lange war das nicht, nachdem du neues Blut bekommen hast, bist du wieder aufgewacht, du warst vielleicht ein und ein halb Stunden bewusstlos. Jetzt ist es genau 17:05 Uhr“, antwortete er verwirrt, „Aber warum willst du das wissen?“,
„Ich muss nach Hause“, ich setzte mich ruckartig auf.
„Ich dachte deine Eltern sind nicht zu Hause“,nun guckte er mich noch verwirrter an,,, wenn sie nicht da sind ist es doch egal wann du nach Hause gehst, außerdem kannst du jetzt nicht einfach abhauen. Sie wollen dich noch bis morgen hier behalten.“
„Ich kann aber nicht solange hier bleiben“,sagte ich schnell und noch immer voller Panik in meiner Stimme.
„Beruhige dich“, sagte er mit seiner samt weichen Stimme und legte mir seine große Hand auf meine Schulter, „und jetzt erkläre mir warum du so dringend nach Hause musst.“
„Ich kann das nicht erklären, aber ich muss rechtzeitig zu Hause sein, bitte hilf mir aus dem Krankenhaus raus zu kommen“, nun war meine Stimme voller Angst und mein Blick war leer und Schmerz erfüllt.
„Virginia wir können doch nicht einfach abhauen“,er sah mich mit den erschrockenen Augen an, die er auch auf der Lichtung hatte, „du musst doch erst mal wieder Gesund werden.“ Das hörte sich so an als ob wir uns schon ewig kennen würden und er sich Sorgen um mich machen würde.
„Ich muss aber, bitte Taylor, glaub mir doch, bitte.“
„Du hast dich gerade versucht umzubringen, da kann ich dir unmöglich helfen aus dem Krankenhaus auszubrechen.“
Nun schaute ich ihn noch flehender an:,,Bitte!“
Jetzt sah er ziemlich gequält aus und er wusste ernsthaft nicht was er tun sollte, er wusste einfach nicht was besser für mich war. Aber ich glaubte, dass ich ihn gleich überredet hatte. Ich sagte die Worte jetzt ganz langsam, damit sie sich gequälter anhörten:,,Ich muss wirklich nach Hause, bitte hilf mir.“
„Es hört sich ja ziemlich wichtig an, ich weiß zwar nicht ob das das Richtige ist, aber gut ich werde dir helfen“, er ging zur Tür und guckte auf den Flur dann sagte er ruhig, „da kommt Frau Norten, ich werde sie ablenken, du ziehst dich an und gehst dann raus auf dem Parkplatz zu dem blauen Porsche, das ist mein Auto, da wartest du auf mich, verstanden?“
Ich nickte und er ging raus, ich stand auf und das Bett quietschte erbärmlich, ich befreite mich von dem Sauerstoffschlauch und von dem Herzschlagmessgerät, dann zog ich meine, noch etwas feuchten Sachen an, die gestapelt auf einem Stuhl vor dem Fenster gelegen haben. Dann machte ich noch das Bett, obwohl das eigentlich nicht nötig war, ich war es einfach von zu Hause gewöhnt. Ich rannte zur Tür und guckte auf den Flur, außer Taylor und eine dicke Frau, die mir den Rücken zu drehte und wahrscheinlich Frau Norten war, sah ich niemanden. Zum Glück lag ich auf der Notfall Station, die im Erdgeschoss war, sonst hätte ich auch noch Treppen laufen müssen. Ich rannte zum Ausgang und der blaue Porsche sprang mir sofort ins Auge. Ich rannte hin und stolperte natürlich, doch bevor ich hinfiel fing ich mich wieder und rannte weiter. Es war ein schönes Auto, passend zum Fahrer. Ich kann es gar nicht glauben was ich hier machte, hatte ich mir nicht geschworen nie mit einem Fremden mit zu fahren und was machte ich jetzt, jetzt tat ich es trotzdem, aber es kam mir so vor als ob ich Taylor schon mein ganzes Leben kennen würde, er war mir einfach so vertraut. Ich ließ meinen Blick endlich vom Auto los und guckte auf den Eingang, des hässlichen Krankenhauses und schon sah ich Taylor, der auf mich zu schlenderte, er kramte in seiner Hosentasche, holte ein Schlüsselbund raus und drückte auf einen Knopf, die Lichter des Autos leuchteten auf und das Auto schloss sich mit einem Piepen auf. Ich machte die Beifahrertür auf und setzte mich ins Auto, als ich mich gerade anschnallen wollte, ging die Fahrertür schwungvoll auf und Taylor setzte sich ebenso schwungvoll neben mich. Durch den Luftzug roch ich das erste mal seinen unbeschreiblichen Duft. Es ist kaum in Worte zu fassen, er roch nach Stärke, Mut und nach Männlichkeit. Ich gab einen Laut von mir, wie als hätte ich an einem Blumenstrauß gerochen. Dabei ließ er den Motor an und fragte dann: „Hast du was gesagt?“
Ich schüttelte den Kopf, wurde rot und schaute nun auf meine Arme, die langsam anfingen weh zu tun.
„Erzähl mir jetzt erstmal mal wo du wohnst.“
„Kleinstraße 70a, das ist in der nähe vom Stadtpark“
Er fuhr los und merkte das mir die Arme weh taten.,, Tut es sehr weh?“, fragte er mich.
„Nein, es tut gar nicht weh“,log ich schon wieder, wobei es mir irgendwie ziemlich unangenehm war ihn anzulügen.
Aber er nahm es mir auch nicht ab, sondern runzelte ungläubig die Stirn.
Es wurde unangenehm Still im Auto, also fragte ich: „Was hast du eigentlich zu Frau Norten gesagt?“
„Ach ich hab ihr gesagt, dass du wieder eingeschlafen seist und da du einen unruhigen Schlaf hast, könne sie nicht reingehen, weil du dann möglicher Weise aufwachen könntest.“
„Achso“, sagte ich schwach, da ich nicht wusste was ich sonst hätte antworten können, ich musste ihn die ganze Zeit anschauen und dabei musste ich lächeln, er war einfach zu hübsch um den Blick abzuwenden.
,,Willst du mir jetzt vielleicht erzählen, warum du so dringend nach Hause musst“, fragte er nach einer Weile.
Mein Lächeln verschwand schlagartig, ich wollte noch nicht darüber nachdenken, was mir zu Hause drohte. Also schwieg ich.
,, Du möchtest es mir nicht erzählen, okay das respektiere ich, aber vielleicht möchtest du mir erzählen warum du dich umbringen wolltest“,sagte er vorsichtig.
Es blieb eine weile Still, denn ich überlegte mir genau was ich ihm erzählen sollte und was nicht.
,,Meine Mutter starb vor einem Jahr, ich wollte sterben um bei ihr zu sein“, das war zwar nur ein Grund, aber ich kam mir trotzdem ziemlich dämlich vor, ich erzählte gerade einem Fremden meine Lebensgeschichte.
,,Das tut mir Leid, aber ich denke nicht das deine Mutter das für dich wollte, sie wollte sicherlich nicht, das ihre wunderhübsche Tochter mit 17 stirbt und es noch zu nichts gebracht hat,“er lächelte mich an. Ich wurde rot als er wunderhübsche sagte.
,,Danke und du hast recht meine Mutter wollte schon immer das ich ein Model werde, aber dafür bin ich nicht geeignet, ich bin vielleicht hübsch genug aber ich bin zu klein und unter Druck kann ich nicht arbeiten.“ Ich klappte den Sonnenschutz runter und guckte in den Spiegel, der darin eingebaut war, ich war wirklich nicht hässlich, ich hatte schöne lange blonde Haare mit einem schrägen Pony, strahlend blaue Augen, die mir an meisten gefielen, meine Lippen waren, nahm ich an, ein Traum aller Frauen, sie waren voll aber nicht zu voll, sie passten perfekt zu meinem Gesicht, ich hatte ein eher rundliches Gesicht, meine Nase war schön klein, sodass sie nicht auffiel, sie hatte zwar einen kleinen Hubbel aber der störte mich nicht sonderlich. Es passte einfach alles perfekt zusammen. Als meine Mutter noch gelebt hatte, sagte mein Vater immer ich wäre das perfekte Ebenbild von ihr. Heute sagte er nur noch, hätte deine Mutter bloß auf mich gehört und dich abgetrieben. Das höre ich mindestens einmal am Tag von ihm.
Taylor bekam ein großes Grinsen auf dem Gesicht und sagte:,, Model? Cool. Also Geld kannst du damit garantiert machen, und wenn du nur Fotomodel wirst? Da musst du nicht so groß für sein. Und so viel Druck ist das auch wieder nicht, in jedem Beruf wird man unter Druck gesetzt.“
„Hmm. Ich werde darüber nachdenken“,sagte ich lachend, „als was arbeitest du eigentlich?“
„Sehe ich wirklich schon so alt aus, dass man denkt, ich würde nicht mehr auf eine Schule gehen?“
„ Ja“, sagte ich knall hart und grinste frech dabei, „ich hab dich auf 19 geschätzt und wie alt bist du wirklich?“
„19“,sagte er mit einem Grinsen, „Und ich gehe auf eine Schauspielschule.“
„Eine Schauspielschule. Das ist cool. Wie lange musst du noch dahin gehen, bevor du Schauspielern gehst?“,fragte ich interessiert.
„Noch 2 Jahre, machst du Abitur?“
„Ja“,antwortete ich knapp.
„Wie lange noch?“
„Ein und ein halb Jahre, ich bin jetzt in der 12.“
Er hielt an. Wir standen vor meinem Haus. Jetzt überkam mich die Angst. Ich wollte mich nicht von Taylor verabschieden, ich wollte noch bei ihm bleiben, mich weiter mit ihm unterhalten. Schließlich schnallte ich mich aber ab. Sah ihn an und erschrak, sein Blick war wieder ganz genauso wie auf der Lichtung. Anscheinend hat er meine Mimik beobachtet und als ich an zu Hause gedacht hatte, hatte sich mein Gesicht vor Angst verzogen ohne das ich es gemerkt hatte.
„Soll ich noch mit reinkommen?“ fragte er mit besorgter Stimme.
„Nein“, sagte ich schnell.
„Warum denn nicht?“, fragte er jetzt noch besorgter, anscheinend habe ich zu schnell geantwortet.
„Mein Vater ist doch da, ich habe nur der Ärztin erzählt, das er nicht da ist damit sie nicht bei ihm anruft, ich will das er nichts von der Sache hier erfährt. Und mein Vater hasst Besuch, deshalb darfst du nicht mit rein“,ich hoffte er ließ sich durch diese Aussage beruhigen. Ich wollte gerade die Tür aufmachen, da reichte er mir einen Zettel entgegen und sagte: „Das ist meine Telefon- und Handynummer, ruf mich an wenn du mich brauchst.“
Ich drückte die Tür auf und sagte: „Danke, mach ich.“ ich wollte gerade den Fuß auf die Straße setzten, da hielt er mich am Arm fest und fragte:,,Bekomme ich auch deine?“
„Ich habe kein Handy und es wäre schlecht, wenn du bei uns zu Hause anrufen würdest, denn mein Vater will nicht das ich einen männlichen Freund habe“, ich hoffte, er würde jetzt nicht denken das ich ihn nicht mag.
Jetzt nahm er mich in den Arm und sagte: „ Pass auf dich auf, Virginia.“
„Mach ich“,sagte ich, ich könnte für immer in seinen Armen liegen bleiben und seinen Duft einatmen aber ich musste ihn samt weg drücken, ich konnte mir jetzt nicht leisten, mich zu verlieben. Ich stieg aus und schlug die Tür zu, ging zu meinem Haus, winkte Taylor und er fuhr mit seinem schönen Auto weg. Ob ich ihn jemals wieder sehen würde? Ich stand noch eine weile draußen und schaute ihm nach.
Als er endgültig verschwunden war, kramte ich meinen Schlüssel aus der Hosentasche und fing fürchterlich an zu zittern. Sodass ich den Schlüssel wieder fallen ließ. Ich bekam Angst, sehr viel Angst. Ich wollte nicht ins Haus und mein Körper wehrte sich dagegen nur einen Schritt ins Haus zu setzen, ich wollte zurück zu Taylor, zurück in seinen Arm, aber das ging ja leider nicht. Ich hob den Schlüssel wieder auf und versuchte ihn ins Schlüsselloch zu stecken, doch da meine Hände so sehr zitterten, traf ich das Schlüsselloch erst nach dem dritten Versuch. Ich musste den Schlüssel zwei mal umdrehen, damit die Tür sich öffnete. Als ich einen Schritt ins Haus trat, kam mir schon der Geruch von Zigaretten, Bier und Whisky entgegen. Mir wurde übel. Ich rannte raus, zum Mülleimer, und übergab mich. Das passiert mir immer, wenn ich den Geruch schon länger nicht mehr in der Nase hatte. Ich ging hinein und schloss die Tür so leise wie möglich, was bei unserer Tür sehr schwierig sein konnte, da sie immer quietschte, wenn man sie schließen will.
„VIRGINIA?!“, schrie eine harte, aber heisere Stimme. Ich fuhr zusammen und riss erschrocken die Augen auf. Ich hatte gehofft, er würde schlafen, er schlief oft wenn er zu viel getrunken hatte.
„ Ja“, sagte ich Kleinlaut und zog mir dabei meine Schuhe und Jacke aus. Ich hing die Jacke an den Kleiderhaken und stellte die Schuhe, in das dreckige Schuhfach. Ich öffnete vorsichtig die Glastür zum Wohnzimmer. Als ich hinein kam stolperte ich über eine Bierflasche, ich fiel vorne über und stützte mich mit meinen Händen auf. Als ich auf dem Boden lag, merkte ich das von dem Fall meine Handgelenke weh taten, wahrscheinlich sind sie verstaucht, außerdem pochten meine Wunden, das ist ein ziemlich unangenehmes Gefühl. Mein Vater erhob sich aus seinem Sessel, das war kein Gutes Zeichen, denn wenn ich auf dem Boden liege tat es umso mehr weh, also stand ich schnell wieder auf.
,,Du weißt das du sowieso gleich wieder auf dem Boden liegen wirst“,sagt er mit einer leisen, aber bösen Stimme. Ich bekam noch mehr Angst und konnte nichts mehr sagen.
„Wo warst du die ganze Zeit?“
„Äh, ich war bei Lola“, log ich, schon wieder.
Mein Vater holte aus und schlug mir, wahrscheinlich mit aller Kraft, ins Gesicht, so fühlte es sich jedenfalls an. Der Schmerz war nicht nur auf der einen Seite, wo er mich traf, sondern er breitete sich im ganzen Gesicht aus, es fühlte sich so an als ob er mich mehrmals geschlagen hätte, obwohl es nur ein einziger Schlag war. Die Tränen schossen mir aus den Augen. Man könnte meinen, meine Nerven hätten sich, nach einem Jahr voller Schläge, an die Schmerzen gewöhnt, aber ganz im gegen Teil, bei jedem Schlag und Tritt tat es mehr weh.
„Du lügst!“, schrie er mir direkt ins Ohr, auf dem ich hinter her ein leises Piepen warnahm.
Ich konnte jedoch nicht glauben was er gesagt hatte, bisher hatte er mir meine Lügen immer abgenommen, denn ich hatte ihm schon oft erzählt, ich sei bei Lola, obwohl ich nur noch ganz selten bei ihr war. Er holte nochmal aus, aber dieses mal ging ich einen Schritt zurück, sodass er ins leere schlug, dabei fragte ich leise, kaum hörbar: „Woher weißt du das?“
Dieses mal schrie er nicht. „Das Krankenhaus hat bei mir angerufen und mir nicht nur erzählt, das du dich umbringen wolltest, sondern auch das du mit einem Jungen abgehauen bist. Virginia es ist schon schlimm genug das du geboren bist, aber wenn man schon ein mal lebt, sollte man sich nicht umbringen wollen“, bei dem Wort umbringen erhob er seine Stimme und stieß mich so fest das ich gegen die Wand knallte, das Bild meiner Mutter fiel neben mir runter und zerbrach. „Man sollte so leben wie Gott es einem Geschenkt hat!“, fügte er dann noch lachend hinzu.
Jetzt tat mir mein ganzer Körper weh, ich konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten und rutschte die Wand runter, dabei setzte ich mich in ein paar Scherben. Der Schmerz breitete sich in meinem ganzen Körper aus. Am meisten spürte ich ihn aber an meinen genähten Wunden. Es fühlte sich so an als ob sie wieder aufgeplatzt wären und das ganze Blut erneut raus strömte.
„Oder willst du das ich dich umbringe?“, fragte er so amüsiert, das er kaum noch Luft bekam vom lachen.
Ich schüttelte so heftig mit dem Kopf, dass mir schwindelig wurde und ich Kopfschmerzen bekam. Ich wollte zwar sterben aber ich wollte doch nicht von meinen Vater umgebracht werden.
Mein Vater kam zu mir und trat mich gegen die Rippen und gab mir somit den letzten Rest, ich konnte nicht mehr aufstehen.
„Steh auf!“, schrie er, „ Hast du dich schon mal um geguckt, du musst aufräumen!“
Ich konnte mich nicht bewegen ich wusste zwar das er mich gleich wieder schlagen oder treten würde, aber ich konnte mich einfach nicht bewegen.
Und so geschah es auch, er trat mich nochmal gegen das Schienbein. „ Ich gehe zu Dan, wenn ich wieder komme will ich das alles aufgeräumt ist.“, meinte er als er Richtung Tür stapfte.
Dan ist der Inhaber, der Bar von gegenüber. Als mein Vater aus der Tür stampfte murmelte er irgendwas, das sich anhörte wie Miststück. Wahrscheinlich erzählte er Dan was ich doch, für eine miese Tochter sei, das ich ihm das Leben schwer machen würde, wie ich es hasste. Ich wusste nicht woran es lag, das mein Vater sich nach dem Tod meiner Mutter so stark ändern konnte. Früher war er doch immer so nett und Fürsorglich, ich vermisste meinen alten Vater sehr. Stimmt, ich hätte schon längst zur Polizei gehen können, aber ich glaubte fest daran, das er wieder wie früher wird, wenn er erstmal den Tod meiner Mutter verkraftet hatte.
Ich saß noch mindestens 20 Minuten auf dem Boden, weil ich mich nicht bewegen konnte. Als die Taubheit verschwand und ich mich endlich wieder bewegen konnte wurde es noch schlimmer. Ich konnte kaum noch meine Hände bewegen, ich wusste nicht wie ich ohne Hände hier aufräumen sollte. Ich wusste erst gar nicht wie ich gehen sollte, er hatte mir so fest gegen mein Bein getreten, dass ich es nicht mehr aufsetzten konnte. In diesem Moment wünschte ich mir das Gefühl, das ich auf der Lichtung hatte, einfach so Befreit zu sein von allem Leid, zurück. Mein Vater kam in ungefähr 2 Stunden wieder und wenn ich nicht noch mehr Schmerzen haben wollte, musste ich einen Weg finden wie ich hier aufräumen konnte. Ich zog mich mit den Armen über den Boden, das war die am wenigsten Schmerzhafte Art sich voran zu bewegen, zur Küche, dort holte ich mir ein Kühlbeutel und Erbsen aus dem Gefrierfach. Ich blieb neben den Kühlschrank sitzen und lehnte mich an die Anrichte. Die Erbsen legte ich mir auf mein Bein und den Kühlbeutel abwechselnd auf meine Handgelenke. Nach einer Weile legte ich die Erbsen auf meine Rippen. Mein Rücken war Wund, das merkte ich, wahrscheinlich blutete ich auch ein wenig, das kam nur davon das ich gegen die Wand geknallt war, hätte ich mich doch schon vorher fallen gelassen, dann wäre ich 1. weicher gelandet, da wir Teppichboden im Wohnzimmer haben, und 2. hätte ich keine Wunden am Rücken. Nachdem ich alles soweit gekühlt hatte,dass es vor Kälte betäubt war, konnte ich halbwegs gut laufen, es tat zwar immer noch ziemlich weh, aber ich konnte laufen, auch wenn ich bei jedem Schritt mein Gesicht vor Schmerz verzerren musste. Ich legte alles wieder zurück in das Gefrierfach und ging zu unserem Medizinschränkchen im Bad, zog mich aus und besprühte meinen Körper mit einem Spraye, was angeblich gegen Schmerzen und Schwellungen helfen sollte, außerdem wickelte ich mir einen Verband um meine Rippen und Handgelenke, zog mich wieder an und nahm eine Kopfschmerz Tablette. Ich humpelte zurück ins Wohnzimmer und räumte so schnell auf, wie es mir durch die Verletzungen nur möglich war. Ich hob die Scherben von dem Bild auf und warf sie in den Mülleimer. Ich nahm die halb leer getrunkene Whiskyflasche und stellte sie zurück in die Vitrine, wo auch die anderen standen, außerdem musste ich noch das Geschirr abwaschen. Ich sammelte alle Bierflaschen auf, die verstreut auf dem Boden verteilt waren und stellte sie zurück in den Kasten, ich musste mit schrecken feststellen, das der Kasten leer war, wenn er leer war musste ich immer den leeren in den Keller bringen und einen vollen wieder hoch holen. Ich wusste nicht wie ich das schaffen sollte, dafür taten meine Handgelenke viel zu sehr weh. Aber ich konnte mich entscheiden, entweder ich setzte mich diesen Schmerzen aus oder denen von meinen Vater. Ich wollt mich für diese Schmerzen entscheiden, aber es ging nicht, immer wenn ich den Kasten aufheben wollte, rutschten meine Hände vom Kasten. Mein Körper wehrte sich gegen die Schmerzen. Daher nahm ich immer nur zwei Flaschen mit in den Keller und nahm zwei volle wieder mit hoch, das tat ich bis der Kasten wieder voll war. Danach kümmerte ich mich um den Rest im Hause: saugte, putzte das Bad, putze den Schuhschrank und wischte Staub, auch wenn ich mich bei jeder Bewegung vor Schmerzen krümmen musste. Ich war froh, dass mein Vater doch später kam als ich erwartet hatte. Inzwischen war es schon halb elf. Ich nahm das Bild meiner Mutter mit hoch in mein Zimmer. Als ich die Tür meines Zimmer öffnete, knallte sie natürlich gegen meinen Schrank, wie immer denn mein Zimmer war sehr klein, ich musste mich immer durch einen kleinen Spalt der Tür zwängen, da man sie nicht richtig öffnen konnte, denn direkt dahinter stand mein riesiger Schrank, wenn ich 4 Schritte weiter ging, stand ich vor meinem Schreibtisch und links neben mir stand mein Bett. Ich legte das Bild meiner Mutter auf mein Bett, kniete mich auf den Boden, stützte meine Ellbogen auf mein Bett, faltete meine Hände und betete in einem Flüsterton: „Lieber Gott, bitte mach, dass mein Vater wieder wird wie früher und lass es meiner Mutter bei dir gut gehen. Entschuldige, das ich mich heute versucht habe umzubringen, denn mein Vater hatte recht, man sollte nicht sein Leben wegschmeißen, das man von dir geschenkt bekommen hat, aber es geht mir nicht besonders gut, wie du vielleicht weißt, dennoch will ich nicht dir die Schuld dafür geben. Ich danke dir, das du Taylor geschickt hast um mich zu retten. Ich werde wohl das beste aus meiner Situation machen müssen. Ich danke dafür, das ich noch lebe. Ich wünschte mir nur, das mein Leben angenehmer ablaufen würde, ich will kein perfektes Leben, aber ein Leben ohne Schmerzen. Ich würde dir sehr danken, wenn es so wäre. Amen.“
Dieses, sagen wir „Ritual“ führte ich jeden Abend durch, das hatte mir meine Mutter beigebracht, nachdem sie gestorben war, hatte ich es weiter geführt. Ich schaute mir das Bild meiner Mutter an und dachte an sie, ich dachte oft an sie und daran, wie es wäre wenn sie jetzt noch leben würde. Ich nahm das Bild und legte es auf den Schreibtisch, holte meinen Schlafanzug und Handtücher aus den Schrank. Ich machte den Zettel von Taylors Nummer aus meiner Hosentasche und legte ihn unter mein Kopfkissen. Danach ging ich, die Treppe wieder Schmerzhaft runter, ins Badezimmer, da zog ich mich aus, warf die Sachen in den Wäschekorb und machte alle Verbände ab. Jetzt sah ich zum ersten mal meine genähten Wunden, sie sahen ziemlich widerlich aus, ich hatte schwarzen Fäden in der Haut und meine Arme waren mit Jod beschmiert. Eigentlich musste ich ja nochmal ins Krankenhaus um mir die Fäden ziehen zu lassen, aber das machte ich einfach in fünf Tagen selber. Ich stellte mich unter die Dusche und als das angenehm warme Wasser auf meine Arme und Rücken kam, brannte es schrecklich, aber ich ignorierte den Schmerz einfach und wusch mich. Als ich fertig war, trocknete ich mich vorsichtig ab und wickelte mir ein Turban aus Handtüchern um meine Haare, besprühte meinen Körper erneut mit dem Spraye gegen Schwellungen und Schmerzen, wickelte wieder sorgfältig den Verband um Handgelenke, Arme und Rippen. Ich putzte mir noch die Zähne und dann legte ich mich schlafen, und war glücklich darüber, dass mein Vater immer noch nicht zu Hause war und dass am nächsten Tag keine Schule war, denn heute ist es erst Samstag. Ich hatte einen tiefen, mit Träumen übersäten Schlaf, die meisten waren Albträume, aber ich habe auch von Taylor geträumt, das war schön.
17.1.11 16:57
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(20.1.11 02:25)
Nicht schlecht dann schreib mal weiter daran :D Macht spaß es zu lesen und das mit max naja viel glück


Baris / Website (20.1.11 02:26)
also das war von mir der eintrag da oben :DD


selina / Website (20.1.11 13:34)
hab ja schon 100 seiten kommt alles nach und nach
danke^^


stefan / Website (2.2.11 13:28)
komischerweise dachte ich an mich...hihi

wo iss nur mein porschee geblieben..

klein bist du nich..

lg hugo

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