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Seite 6,5 -13

Ich stand auf und hatte schmerzen, ich wollte diese nicht, deshalb blieb ich noch liegen und dachte an Taylor, ich wusste noch ganz genau wie er aussah, ich hatte mir jedes Detail gemerkt. Nach einer weiteren halben Stunde musste ich aber aufstehen. Ich zog mich an und wollte gerade ins Bad humpeln, doch als ich die Türklinke runter drückte, öffnete sie sich nicht, ich stieß meinen Kopf leicht gegen die Tür und stöhnte. Mein Vater hatte mich mal wieder eingeschlossen, das machte er ab und zu, anscheinend nach Lust und Laune, jetzt musste ich den ganzen Tag hier in meinem Zimmer bleiben und hatte nichts zu essen,denn im gegen Teil zu anderen Eltern brachte er mir kein Essen hoch, zum Glück hatte ich immer eine Flasche Wasser unter meinem Bett. Ich legte mich wieder hin und starrte an die Decke und begann einen schönen Tagtraum zu Träumen, der natürlich von Taylor handelte. Dann erschrak ich, denn es klingelte, unsere Klingel war sehr laut ich hab sie schon lange nicht mehr gehört, ich zuckte mit dem ganzen Körper, und das tat sehr weh, überall hatte ich Schmerzen. Ich fragte mich wer das ein könnte. Nach ein paar Minuten hörte ich die schweren Schritte meines Vaters auf der Treppe, kurz darauf den Schlüssel, der sich im Schloss um drehte. Er knallte die Tür gegen den Schrank und zischte: „ Du hast Besuch, sag ihm er soll verschwinden.“
Ich setzte mich langsam auf, sodass es nicht so weh tat. Ich humpelte an meinem Stämmigen Vater vorbei, die Treppe runter zu Haustür. Ich verschloss die Flurtür hinter mir damit ich ungestört mit meinem Besuch reden konnte, denn ich wusste schon ganz genau wer mich dort erwartet. Ich öffnete die Haustür mit einem Lächeln und natürlich schaute ich in die schönen Augen, die ich erwartet hatte. Jetzt war ich wieder die andere Virginia, die glückliche Virginia und weil ich nichts sagte tat er es. „Hi“, die samt weiche Stimme erfüllte meinen Körper und ich vergaß den Schmerz, den ich seit gestern Abend hatte. Er nahm mich in seinen Arm. „Ich bin so froh das es dir gut geht, ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht, ich weiß wir kennen uns kaum aber ich habe dich einfach nicht aus meinem Kopf bekommen“, flüsterte er, ließ mich los und sagte in einem normalen Ton, „ vielleicht willst du mich ja gar nicht sehen, dann sag es ruhig, ich verstehe das wenn es so ist, ich kann auch einfach wieder gehen, wenn du das möchtest, ich wollte mich nur vergewissern das es dir gut geht.“
„Ich will dich auch sehen, aber...“, meine Stimme brach ab. Ich machte einen Schritt auf ihn zu und dieses mal war ich diejenige, die ihn in Arm nahm, dann flüsterte ich: „ Aber du darfst nicht hier sein, ich werde dich jetzt die Woche anrufen, dann können wir uns mal treffen, bitte komm nie wieder hier hin, jedenfalls nicht wenn ich dich nicht vorher angerufen habe.“ Ich ließ ihn los, damit ich ihn ansehen konnte, er nickte. Dann riss er erschrocken seine Augen auf. Ich folgte seinem Blick, er starrte auf meine Hände, naja eher auf den Verband, den ich mir um meine Handgelenke gebunden habe, ich schüttelte leicht den Kopf und sagte schnell: „ das ist nichts schlimmes, ich kann dir das jetzt auch nicht erklären, du musst jetzt wirklich gehen, sonst bekomme ich noch ärger von meinem Vater.“ Er nickte wieder und gab mir einen Flüchtigen Kuss auf die Lippen, seine Lippen waren unglaublich samt und weich genau wie seine Stimme, das hatte ich nicht erwartet, er drehte sich um, setzte sich in sein Auto, winkte mir noch und fuhr weg. Ich stand noch wie versteinert in der Tür und schaute ins leere. Dann öffnete sich hinter mir die Glastür und ich hörte die Harte Stimme, die ich nicht gerne hörte, zischen : „ Ist er weg?“
„Ja“, sagte ich Kleinlaut, denn ich wusste ohne irgendwas ab zu bekommen, kam ich wohl nicht damit davon. Er kam auf mich zu, riss mir an meinen Harren und zerrte mich hinter sich her. Jetzt überkam mich der Schmerz wieder und es tat doppelt so weh, als vorhin, er schleifte mich die Treppe hoch und stieß mich in mein Zimmer, sodass ich auf den harten Dielen Boden knallte. Ich konnte mich schon wieder nicht bewegen. Ich weinte ohne das ich es vorher gemerkt hatte. Ich wollte zu Taylor, also nahm ich mir vor ihn morgen anzurufen. Ich hätte nicht gedacht das er mich mag. Geschweige denn überhaupt noch was mit mir zu tun haben wollte, ich dachte er fände mich verrückt, geisteskrank oder ähnliches, ich meine ich wollte mich umbringen. Ich hätte auch nicht erwartet das er sich sorgen um mich machte, ich war glücklich darüber, das ich wieder Kontakt zu jemanden hatte, weil in der Schule war ich, seit dem Tod meiner Mutter eine Einzelgängerin. Ich hatte mich von allen Menschen um mich herum abgesondert, ich wusste das alle hinter meinen Rücken über mich tuschelten, aber das war mir egal. Die Jungen aus meiner Schule hatten es mit der Zeit aufgegeben, sich an mich ran zumachen, für sie war ich jetzt einfach nur, das hübsche, verschlossene Mädchen, denn ich ließ bis jetzt keinen an mich ran, ich habe sogar schon gehört, die Jungen aus der Fußballmannschaft hätten um mich gewettet, es hieße, der Junge, der es zuerst schafft mit mir zusammen zu kommen bekommt von jedem Mitspieler 20 €, das fand ich lächerlich, sie behandelten mich als ob ich eine Puppe wäre. Ich fragte mich immer wieder was ich so besonderes an mir hatte was andere Mädchen nicht hatten. Schließlich konnte ich mich wieder bewegen ich stand auf und setzte mich in mein Bett, mir tat alles weh, ich legte mich wie heute morgen auf den Rücken und starrte an die Decke und träumte, ich dachte an den Kuss, ich war völlig überfordert mit dem Kuss von Taylor ich hatte es einfach nicht erwartet, sonst hätte ich nicht so dumm da gestanden. Ich bekam Taylor einfach nicht mehr aus dem Kopf, ich lag noch eine weile auf meinem Bett, doch irgendwann stand ich auf und setzte mich an meinen Schreibtisch, denn ich musste noch was für die Schule tun. Als ich mein Mathematik Heft aufschlug, fiel ein Brief heraus, der Umschlag war rosa und es stand Für Virginia drauf ich öffnete den Brief und es stand ein Gedicht darauf:

Mein Ball und ich
wie oft sind wir unterwegs
es gibt keine Wälder
es gibt keine Felder
mein Ball und ich
immer unterwegs

Dabei muss ich denken
an dich muss ich denken
deine himmlischen Augen
dein glänzendes Haar
Lippen so rot wie Kirschen
wie weich und süß müssen sie sein

Es gibt kein Regen
kein Wind, kein Schnee
kein Sturm dieser Welt
Mein Ball und ich
wie oft sind wir unterwegs

Dabei möchte ich an dich denken
dein wärmender Blick
dein strahlendes Lächeln
und diese Haut
wie zart wird sie sein

In Liebe, Mark

Mark war einer aus der Fußballmannschaft, ich legte den Brief in meine Schublade, wo schon vier andere drin waren. Ich lachte, ich fand es sehr amüsant, das alle versuchten mich für sich zu beanspruchen. Danach lernte ich Mathematik, Englisch und Chemie. Ich war recht gut in der Schule in dem letztem Zeugnis hatte ich einen Notendurchschnitt von 1,9.Ich wurde nämlich nicht von solch unwichtigen Sachen, wie zum Beispiel; wie ich aussah oder Jungen, abgelenkt wie andere Mädchen. Ich konzentrierte mich nur auf den Unterricht.
Langsam bekam ich Hunger und mein Bauch knurrte laut, ich nahm die Wasserflasche in die Hand und trank noch etwas, wenigstens verdurstete ich nicht. Ich humpelte zur Tür und Drückte mein Ohr an sie. Ich hörte ein lautes Schnarchen, das war ein Anzeichen dafür, das mein Vater tief und fest schlief. Die Zeit war gekommen, das ich aus meinem Zimmer ausbrach um mir was zu Essen zumachen. Ich nahm ein Blattpapier und einen Stift von meinem Schreibtisch, ich schob das Blatt unter den Tür Schlitz durch, und schob mit dem Stift den Schlüssel aus dem Schloss, sodass er auf dem Blatt landete, ich zog das Blatt wieder zu mir und schloss auf. Ich ging leise die Treppe runter, machte mir schnell ein Sandwich und räumte alle Beweisstücke weg. Dann schlich ich mich leise an meinem Schnarchenden Vater vorbei, zurück in mein Zimmer. Ich steckte den Schlüssel wieder von außen ins Schloss, dann drehte ich den Schlüssel wieder einmal um, denn das gute an meiner Tür war, wenn man das tat und sie wieder zu zieht war wieder abgeschlossen, also fiel ich nicht auf. Ich aß mein Sandwich und las dabei mein Lieblingsbuch zum dritten mal. Als ich mal wieder auf die Uhr geguckt hatte, war es schon 22:00 Uhr, ich zog mein Schlafanzug an und ging schlafen. Später wachte ich nochmal von einem Geräusch an der Tür auf, es war mein Vater der die Tür auf schloss damit ich zur Schule konnte. Ich schlief sofort wieder ein.

Ich wachte morgens von einem ätzendem Geräusch auf, das sich Wecker nannte. Ich blieb noch fünf Minuten im Bett liegen, stand dann auf, duschte mich, wobei ich vorher wieder die ganzen Verbände abmachen musste und hinterher wieder alle dran machen musste. Mir tat immer noch mein ganzer Körper weh und ich war froh darüber, das ich heute kein Sport hatte, ich hatte aber zwei mal die Woche Sport, da es mein Leistungsfach neben Englisch war. Ich ging nochmal in mein Zimmer und packte den Zettel, der unter meinem Kopfkissen lag in meine Hosentasche. Danach Frühstückte ich und machte mir Brot für die Schule, packte meine Schulsachen und ging zum Bus. Am Busbahnhof sah ich Lola, sie war hübsch, ich hatte ganz vergessen, das ich so eine hübsche Freundin hatte, sie hatte kurze braune Haare und war groß und Schlank, sie hatte grün, braune kleine Augen und hatte ein schmales langes Gesicht. Ich ging zu ihr, denn ich nahm mir vor wieder mehr mit ihr zu machen im letzten Jahr hatte ich mich viel zu sehr von der Welt abgesondert, langsam muss ich wieder Anschluss finden.
„Hallo“, rief ich.
Lola sah verwirrt aus, anscheinend war es wirklich lange her, als ich sie das letzte mal angesprochen hatte, sagte dann aber schließlich: „ Ehm. Hi.“
„Wie geht es dir?“, fragte ich um ein bisschen Smalltalk mit ihr zu reden, bevor der Bus kam.
„Gut, und dir?“
„Auch“, was auch zur Hälfte stimmte, „Hast du schon den Aufsatz in Deutsch geschrieben?“
„Nein, ich habe noch nicht mal angefangen, danke das du mich daran erinnerst hast, sonst hätte ich es noch vergessen, hast du ihn schon geschrieben?“
„Ja ich hab ihn gestern fertig geschrieben“, jetzt stand ich zwar als Streber da, aber ich wollte nicht lügen, denn sie war die einzige die wusste, wenn ich log, früher waren wir immer unzertrennlich gewesen, als meine Mutter gestorben war, unternahm ich nichts mehr mit Lola , ich war eine schlechte Freundin, sie war immer für mich da und ich hatte sie einfach fallen gelassen, das musste ich jetzt wieder gut machen.
„Achso“, sagte sie knapp.
„Wie läuft es mit Seth?“
Sie schaute nach unten und sagte: „Ich habe gestern mit ihm Schluss gemacht“, Tränen schimmerten in ihren Augen.
Ich machte einen Schritt auf sie zu und nahm sie in den Arm. „Das tut mir Leid und es tut mir Leid das ich im letztem Jahr dir keine gute Freundin war, ich hoffe du verzeihst mir.“ Zuerst stand sie nur steif da, doch schließlich erwiderte sie meine Umarmung und begann zu schluchzen.
„Ich verzeihe dir. Ich hab dich vermisst, zum Glück bist du jetzt wieder da“, sie ließ mich los, denn der Bus kam, im Bus setzten wir uns nebeneinander. Sie erzählte mir, dass sie mit Seth Schluss gemacht habe, weil sie ihn mit einer anderen gesehen hat und ich erzählte ihr, dass ich Taylor kennen gelernt habe, natürlich ließ ich den Teil mit dem umbringen weg. Und dann waren wir auch schon in der Schule. Und da sah ich Mark, ich sagte zu Lola das wir uns in Englisch sehen würden und ging zu ihm. Mark war nicht mein Typ er ist zwar nicht hässlich, aber mir gefiel er nicht, er hatte blond gefärbte Haare, ich konnte es nicht leiden wenn Menschen seine Naturhaarfarbe leugnen und außerdem war er vielleicht gerade mal fünf cm größer als ich, sein Gesicht war eigentlich ganz hübsch, außer seine Lippen vielleicht, denn er hatte Mädchenlippen er hatte nämlich schöne volle Lippe, solche die sich Mädchen wünschen, solche wie ich.
Er stand mit dem Rücken zu mir, also tippte ich ihn auf seine Schulter, sodass er sich umdrehte, er lächelte mich an.
„Hey Mark, dein Gedicht war richtig süß, danke“, es hörte sich so an als ob ich Interesse an ihm hätte, ich wollte dass er das denkt, denn ich hatte mir auch vorgenommen wieder Spaß am Leben zu haben.
„Bitteschön“, sagte er geschmeichelt. Ich beugte mich nach vorne und schloss die Augen, sodass es so aussah als ob ich ihn Küssen wolle. Kurz vor seinen Lippen flüsterte ich : „Aber leider empfinde ich nicht das gleiche für dich, wie du für mich.“
Ich drehte mich um, ging auf die Schule zu und grinste vor mich hin, es war lustig ihn so auf den Arm zu nehmen, aber ein bisschen Leid tat er mir trotzdem.
In der ersten Stunde hatte ich Chemie, ich konnte Chemie nicht leiden, aber komischer Weise lag mir das Fach. Ich setzte mich neben meine Tischnachbarin Emilia. Emilia ist ein gut gebautes aber hübsches Mädchen. Sie trug eine Brille, doch ihre Gesichtsform passte dazu.
„Guten morgen“, grüßte ich sie freundlich und sie sah genauso verwirrt aus wie Lola, doch sie drehte sich sogar um, um zu sehen das keiner hinter ihr stand den ich hätte meinen können. Ich hatte gar nicht gemerkt das ich so lange nicht mehr mit meinen Freunden geredet hatte, das machte mich ein wenig traurig.
„Morgen“, antwortete sie nach einer weile, „wie geht es dir so?“
„Gut, danke, und dir?“, entgegnete ich erleichtert, dass sie sogar anfing Smaltalk zu betrieben
„Auch.“
„Was hast du am Wochenende so gemacht?“, fragte ich weiter.
„Ich war meine Oma besuchen, und du?“
„Ich war zu Hause und habe gelernt, nichts Interessantes.“
Dann kam auch schon Herr Banner herein und begann sofort mit seinem strengem Lehrplan. Ich passte auf, machte mir Notizen und die Stunde zog sich. Dann kam das erlösende Zeichen, die Schulglocke, ich packte meine Sachen in meine Schultasche, sagte Emilia tschüs und ging zu Englisch. Lola war noch nicht da, ich setzte mich auf meinen Platz und holte schon mal meine Englischsachen raus. Dann kam Lola mit einem total verweintem Gesicht in den Raum.
„Was ist denn los?“, fragte ich erschrocken, als sie sich neben mich setzte,
„Ihm ist es egal, ihm war es einfach egal, er leidet nicht, das ist nicht fair, warum muss ich leiden und er nicht?“
„Du redest von Seth, oder?“, fragte ich vorsichtig.
„Nein! Natürlich nicht, ich rede von meiner Schnecke Garry, von wem denn sonst?“, sie war sichtlich aufgebracht, denn sie wurde dann immer so grausam Ironisch.
„Was ist denn Seth egal?“
„Das ich mit ihm Schluss gemacht habe“,schluchzte sie, „ ich habe ihn schon wieder mit einer anderen gesehen, es ist seine neue Freundin.“
„Woher willst du denn wissen, dass es seine Freundin ist?“
„Ich habe es gehört, als ich an ihm vorbei gelaufen bin, hat er sie gerade seinem Kumpel vorgestellt.“
„Ach so, oh. Vergiss ihn, du hast wen besseres verdient.“
Sie nickte und ich nahm sie in den Arm. Ich wusste, das ich mit meinem Worten ihr nicht geholfen hatte, aber die Hauptsache ist das ich bei ihr war und zu ihr stand. Die Englischstunde verging schnell, da ich mir mit Lola lauter Zettelchen schrieb. Die Pause verbrachte ich ebenfalls mit Lola aber kurz vor dem Ende, ging ich zur Telefonzelle an unserem Schulgelände und wählte Taylors Handynummer. Das Wahlgeräusch erklang nur zweimal. Dann hörte ich die wunderschöne, samt weiche Stimme, doch dieses mal verzerrte das Telefon diese Stimme ein wenig: „Hallo?“
„Hey, hier ist Virginia.“
„Hallo, Virginia“,sagte die Stimme erfreut, „wie geht's?“
„Gut, danke und dir?“
„Auch.“
„Ehm ich wollte dich fragen, ob du heute schon etwas vorhast?“, fragte ich total nervös, sogar meine Hände zitterten, ich hoffte, dass ich ganz gelassen Klang, doch ich bezweifelte es.
„Nein, wenn du willst können wir uns treffen“, meinte er, ich könnte sogar schwören ich hörte sein Lächeln heraus, ich war total erleichtert und meine Nervosität sank wieder etwas.
„Ja klar, kannst du so gegen 15:00 Uhr?“, fragte ich schnell.
„Ja soll ich dich zu Hause abholen?“
„Nein, an meiner Schule.“
„Okay, ich komme dann um 15:00 Uhr zum Parkplatz der Schule.“
„Gut, ich muss jetzt auflegen“, plapperte ich schnell, weil die letzten fünf Sekunden auf der anzeige abliefen.
„Tschüs“, sagte er noch schnell, bevor die Leitung Tod war. Der Rest des Schultages, war langweilig und zog sich, ich hatte heute sehr viele Hausaufgaben auf bekommen und ich hatte jetzt schon keine Lust diese zu machen. In den Pausen redete ich mit Lola, unser Hauptthema war momentan Seth, Lola redete ununterbrochen von Seth, sie war am Boden zerstört und ich wusste nicht wie ich sie trösten hätte können, ich saß einfach da und hörte ihr zu, ich glaube das war das einzige richtige was ich tun konnte. Als dann endlich die Schule vorbei war, ging ich langsam zum Parkplatz, ich freute mich, aber war auch sehr aufgeregt. Ich konnte nicht glauben, dass Taylor etwas mit mir zu tun haben wollte, hatte er nicht Angst sich mit mir an zu Freunden? Schließlich lernte er mich kennen als ich mich umbringen wollte, hatte er nicht Angst, dass ich das nochmal versuchen würde? Ich kam auf den Parkplatz und sah schon den blauen Porsche und Taylor, der an diesem lehnte. Ich lächelte und winkte, er erwiderte mein Lächeln sowie auch mein Winken. Ich spürte wie sich der Blick von Lola in meinen Rücken bohrte, jedoch drehte ich mich nicht noch einmal um, sonst wäre ich bestimmt total rot angelaufen.
Ich ging zu ihm. „Hi“, sagte ich.
„Hallo“, sagte er und nahm mich in den Arm. Nur eine Umarmung? Waren wir das letzte mal nicht schon bei einem flüchtigem Kuss gewesen? Sollte nicht eigentlich noch mehr kommen, als eine Umarmung? Anscheinend hatte ich mir zu viele Hoffnungen gemacht, vielleicht wollte er einfach nur eine Freundschaft und ich hab mir eingebildet er wolle mehr, aber ich sollte weder mir noch ihm irgendwelche Vorwürfe machen, schließlich sehen wir uns jetzt erst zum dritten mal, es hat alles noch ein bisschen Zeit.
Er ließ mich los und fragte dann: „Und wollen wir heute irgendwas unternehmen? Wie wäre es mit Kino oder so?“
„Ich gehe nicht gerne ins Kino, da man sich dort nicht unterhalten kann. Wenn du willst können wir einfach im Stadtpark spazieren gehen“, antwortete ich, spürte aber wie ich rot wurde, vielleicht würde er mich jetzt langweilig finden, spazieren ist doch bestimmt uncool.
„Ja klar“, sagte er jedoch, lächelte und öffnete mir die Beifahrertür. Ich setzte mich, stellte meine Tasche vor meine Füße, er schloss die Tür und ich schnallte mich an. Taylor ging auf die andere Seite und setzte sich wieder so Schwungvoll wie an dem Tag, als wir uns kennen gelernt hatten, ins Auto. Sein Duft stieg mir wieder in die Nase und dieses mal war er noch viel intensiver. Ich gab schon wieder dieses Geräusch von mir wie am ersten Tag und ich musste, schon sagen es hörte sich an wie Wollust. Dieses mal hatte es Taylor gehört und grinste aber er sagte nichts dazu sondern ließ den Motor an.
Dann fragte er: „Erzählst du mir jetzt warum du deine Handgelenke verbunden hast?“
„Ach so ja, ich bin gestolpert und habe mich mit meinen Händen abgestützt und da es angeschwollen ist habe ich es mir verbunden.“
„Hm“, anscheinend dachte er über das nach was ich sagte, ob er sich wohl Sorgen machte?
„Und was hast du heute gemacht?“, fragte ich um von dem Thema abzulenken
„Schauspielschule.“
„Ach so.“
Es blieb eine weile still. „Virginia?“, fragte er dann schließlich.
„Ja?“, sagte ich und lächelte ihn an.
„Sei mir nicht wegen der Frage böse, oder so aber willst du dich eigentlich immer noch umbringen?“
Ich dachte sorgfältig über diese Frage nach, da ich es selber nicht genau wusste. „Momentan habe ich einen Grund am Leben zu bleiben und deshalb wohl eher nicht“, meinte ich dann aber.
Er bekam ein großes Grinsen im Gesicht. „Das finde ich gut, den Grund wirst du mir wohl nicht erzählen, oder?“
Ich grinste und schüttelte den Kopf.
Er hielt an, ich schnallte mich ab und stieg aus. Ich habe den Winter geliebt, ich mochte die Kälte, den Schnee und die grau, weiße Wolke, die aus dem Mund kam wenn man ausatmete. Ich starrte auf die wunderschönen kahlen Bäume im Park, sie waren bedeckt mit Schnee und Eiszapfen, sie schimmerten schön. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass Taylor ausgestiegen war und sich neben mich gestellt hat, doch irgendwann berührte er mich, ich weiß nicht ob er das mit Absicht gemacht hat oder es nur ein Versehen war, aber so wachte ich auf und zeigte wenigstens wieder Reaktionen, ich zuckte nämlich zusammen.
„Darf ich wissen über was du nachdenkst?“,fragte er mich.
„Ich habe mir nur die Bäume angeschaut, ich genieße den Winter solange er noch da ist, ich liebe den Winter.“
„Ungewöhnlich, ich kenne nicht viele Menschen, die den Winter mögen, die meisten finden es zu kalt und sie frieren aber du magst das alles, richtig?“, stellte er Gedankenverloren fest.
„Ja, ich mag Kälte und ich finde es auch nicht schlimm wenn ich friere, magst du denn Winter nicht?“
„Doch aber wahrscheinlich mag ich den Winter genau so gerne wie den Sommer, ich beziehe mich nicht speziell auf eine Jahreszeit.“
„Ich verstehe die Menschen nicht, die lieber schwitzen, als zu frieren, ich meine wenn man schwitzt, ist es doch noch unangenehmer als wenn man friert, findest du nicht?“, fragte ich ihn mit einem warmen Lächeln.
Er fing an zu lachen. „Ich finde beides gleich schlimm“, meinte er.
Ich stimmte in sein Lachen ein. „Wollen wir jetzt spazieren gehen oder hier Wurzeln schlagen?“, fragte ich danach.
Er lachte wieder und wir gingen los.
„Was macht man eigentlich in einer Schauspielschule?“
„Wir lernen zum Beispiel Gefühle zu spielen, wie man traurig ist oder wütend. Wir lernen wie man auf Kommando anfängt zu weinen, jedoch funktioniert das nicht bei jedem. Außerdem wird uns beigebracht deutlich zu reden, zu lispeln oder Sprachfehler sowie auch Akzente vieler Sprachen, wir lernen Körpersprache und welche die extra Kurse haben sogar die Gebärden Sprache“erklärte er mir freundlich.
„Lernst du die Gebärden Sprache?“, fragte ich neugierig.
„Ja.“
„Zeig mal was.“
Er nickte und zeigte mir ein paar einzelne Wörter, wie Katze, Haus, Schnee, Baum und so was, es war interessant was man alles nur mit seinen Händen erzählen kann ohne dabei ein Wort zu sagen.
„Kannst du auch auf Kommando weinen?“, ich grinste, da ich so etwas total witzig fand.
„Manchmal, heute hatte ich es geschafft, aber immer geht das nicht.“
„Würdest du es jetzt mal Versuchen?“
Er schüttelte mit dem Kopf. „Nein, das ist zu peinlich.“
„Ach komm schon, ist doch nicht schlimm, wenn es nicht klappt.“
„Das meine ich nicht, es wäre peinlich, wenn es klappen würde, ich kann doch nicht als Typ mitten im Park anfangen zu heulen, was denken denn die anderen von mir?“
„Kennst du hier jemanden?“
„Mal sehen“, er drehte sich zu allen Richtungen und schaute sich jedes Gesicht ganz genau an sagte dann aber schließlich, „nein, niemanden.“
„Was hast du dann zu verlieren? Nichts, ganz genau, mach es, bitte, tu es für mich“, stichelte ich ihn an.
„Okay, es klappt wahrscheinlich eh nicht und wenn dann hör ich gleich wieder auf.“
Ich nickte und wir blieben stehen, dann stellte er sich vor mich. Er schloss die Augen und blieb reglos stehen. Es dauerte eine Weile aber als er die Augen wieder öffnete schimmerten Tränen in seinen Augen und eine lief ihm schon die Wange herunter. Wenn ich es nicht gewusst hätte das er nur so tut, würde ich denken er wäre ein ernsthaft verletzter Mann. Er fing sogar an ein wenig zu schluchzen, es hörte sich furchtbar echt an. Sein Gesicht war jetzt mit Tränen überströmt, doch dann glitt schnell seine Hand über sein Gesicht und das schluchzen hörte schlagartig auf.
„War ich gut?“, fragte er nun mit ganz normaler Stimme.
„Sehr sogar“, antwortete ich.
Er grinste, er war sichtlich stolz auf sich. Ich machte einen Schritt auf ihn zu und drückte meine Lippen auf seine, ich schloss die Augen und öffnete mit meinen Lippen seinen Mund, suchte seine Zunge und er erwiderte meinen Kuss, es war unbeschreiblich, er war ein guter Küsser, doch dann erstarrte er und schob mich weg. Ich erschrak.
19.2.11 19:32
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(20.2.11 20:42)
Nicht schlecht ^^ du bist natürlich wieder mal ganz gemein und unterbrichst da wo man dann gerne mal wissen würde was los ist -.-* guter Punkt xDD


selina / Website (20.2.11 21:26)
Ja klar, man muss doch ein bisschen Spannung aufbauen :P


Cybercrack / Website (20.2.11 22:27)
Haha willst du jetzt einen auf Profi Autor machen oder was XD übrigens das da oben war von mir hab mal wieder die blöden kästen zum ausfüllen vergessen xD


selina / Website (21.2.11 16:21)
Ich mach nicht nur einen auf Profi Autor, ich BIN Profi Autor xDDDDDDDDDD
Ja dacht ich mir schon, dass das von dir war :P


Cybercrack / Website (21.2.11 17:49)
Dann mach mal was für dein Profi Autor Namen und schreib weiter xDDD Bücher die geschrieben Bilder der menschlichen Fantasie nur die Zeit zum lesen fehlt mir xD

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